Exklusiv für die Amadeus Austrian Music Awards hat sich Schallbert Gilet bereit erklärt, sich einigen Fragen zu stellen. Vorbild dafür war der wohl berühmteste Fragenkatalog der Welt von Marcel Proust. Schallbert Gilet, der wahrscheinlich großartigste Moderator der Welt, geboren in Bouzonville (Elsass-Lothringen), aufgewachsen in Frankreich, Deutschland, Österreich, wird am 16. September die Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards 2010 moderieren. Über den Mann, der uns durch den Abend führen wird, wollen wir natürlich auch so einiges erfahren. Und er nimmt sich kein Blatt vor den Mund …
1. - Sie dürfen sich bei einer guten Fee etwas wünschen. Wie lautet Ihr Wunsch?
Gesundheit und ein langes Leben im Schoß meiner Lieben.
2. - Wann sind Sie am glücklichsten?
Wenn ich verliebt bin.
3. - Was ist für sie Heimat?
Irgendwo einfach seine Patschen auszuziehen und die Füße in den Kühlschrank zu legen.
4. - Worüber lachen Sie am liebsten?
Weiß nicht (Witze? unbeholfene Mäusejunge? Schwerste Frage …).
5. - Was bringt Sie zum Weinen?
Hotelzimmer ohne Minibar.
6. - Wovor haben Sie Angst?
Insekten mit Scherenhänden.
7. - Sie werden auf eine einsame Insel verbannt. Wen (Partner oder Familie ausgenommen) hätten Sie gerne als Begleitung?
Frau Dr. Heidelinde Zotter aus Wien, ev. Mag. Tomaschl aus Baden Baden.
8. - Welche drei Gegenstände würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Vielleicht ein Haus.
9. - Was ist Ihre Lieblingsmusik?
Big Band Sound.
10. - Ihre Lieblings-Musikgruppe respektive Ihr(e) Lieblings-Interpret(in) oder -Komponist(in)?
Prokoviews Peter und der Wolf, von Karajan dirigiert und Romy Schneider gesprochen, dazu kann ich weinen.
11. - Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
Die Strudelhofstiege.
12. - Ihre Lieblingsschauspielerin?
Bette Davis bzw. Gerda Rogers (ein und dieselbe Person).
13. - Ihr Lieblingsschauspieler?
Derzeit Harald Juhnke.
14. - Wer ist Ihre liebste Romanfigur, und was verkörpert diese für Sie?
Meister Bebra in der Blechtrommel der kleinwüchsige Zirkusartist, der zum ebenfalls kleinwüchsigen Blechtrommler Mazerath einmal sagt: wir sind zu klein, um uns aus den Augen zu verlieren.
15. - Ihr(e) Lieblingsschriftsteller(in)?
Weiß nicht, Jelinek? Marie Ebner-Eschenbach?
16. - Ihr(e) Lieblingsmaler(in)?
Droste Hühlshoff.
17. - Ihre Lieblingsfarbe?
Ocker.
18. - Ihre Lieblingsblume?
Maiglöckchen.
19. - Ihr Lieblingstier?
Weißer Tiger, Klaus Kinski.
20. - Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem Menschen besonders?
Mut, Schweigsamkeit, Ausdauer.
21. - Was verabscheuen Sie am meisten?
Sifon ausleeren.
22. - Was war/ist für Sie das größte Unglück in der Menschheitsgeschichte?
Ohne Musik durch den Tag zu tauchen wie in einer Glocke des Unsinns.
23. - Was bedeutet Ihnen Glaube/Religion?
Naja, es geht!
24. - Was sind für Sie die drei wichtigsten Dinge im Leben?
Auf die Plätze, fertig, los.
25. - Der schönste Moment in Ihrem Leben?
Als ich das erstemal richtigen Geschlechtsverkehr hatte.
26. Wovon träumen Sie am liebsten?
So Laubhäufen, wo Igel wohnen und eine Stimme sagt: Ihr Lotter, ihr gemeinen!
27. - Welche Träume wollen Sie im Leben verwirklichen?
Einmal mit Peter Alexander auf der Bühne stehen. Am Samstag im Hauptabendprogramm des ORF (20:15).
28. - Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Sachen ausdenken.
29. - Ihre größte Tugend?
Ehrlichkeit?
30. - Ihr größtes Laster?
Verliere manchmal das Maß.
31. - Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Texte merken.
32. - Wen bewundern Sie am meisten?
Alfred Böhm mit seiner Afrika Geschichte.
33. – Wie stehen Sie zu Michael Ostrowski, ihrem Freund und "Lebensmenschen"?
Gibt sich Mühe.
34. – Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Ein Mann wie ein Leinen-Blazer: modisch leicht und doch immer zeitlos elegant und gemütlich.
35. Ihre Autobiografie heißt "Schallbert Gilet – Der Mann, der im Bordell mit seinem Samen bezahlt" - Wie kommt man zu solch einer Eigendefinition?
Wollte der Verlag, weiß nicht.
36. Was heißt für Sie "Schauspielen"? Findet da eine Verwandlung statt?
In eine Rolle zu schlüpfen ist wie einen Pullover anzuziehen: Man fährt bei einem Loch hinein und kommt bei dreien wieder heraus. Magisch.
37. - Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Borge dir nie wieder soviel Geld aus, dass du es nicht zurückgeben könntest.
38. – Cool ist …
... ein Modewort.













