„Die bösesten, schwärzesten und gleichzeitig schönsten Lieder sind da entstanden, wo man den Urhebern an die Gurgel wollte“ schreiben Ja, Panik Anfang des Jahres im Magazin Datum. Der Text ist vor allem eine Abrechnung mit Wien und der heimischen Musikförderung: „Da jeder, der etwas auf sich hält, früher oder später dieses Land aus Selbstschutz verlassen muss, liegt es geistig praktisch brach.“ Ganz klar: Die fünf Wahl-Berliner haben sich getraut, etwas von dem Hass, den sie hierzulande erfahren haben, zurückzugeben. „Die sauberen Fassaden, die cleanen Straßen machen, dass man sich hier selbst nur umso schmutziger und kaputter fühlt.“ Alles hin, hin, hin?
Diese Nummer des Albums „The Angst And The Money“ wurde für die Amadeus Austrian Music Awards in der Kategorie Song des Jahres nominiert. Das deutsche Magazin Spex bezeichnete die Platte als eines der bedeutendsten Diskursalben dieser Jahre. Nicht nur ihre Musik, sondern auch die geistig-intellektuellen Auswürfe machen Ja, Panik zu einer ganz besonderen Band, der hoffentlich niemand an die Gurgel, sondern sie höchstens mit Preisen auszeichnen will. Live kann man Ja, Panik in nächster Zeit einige Male in Deutschland und Österreich sehen:
16.07 Gräfenhainichen, Melt! Festival (D)
17.07 Eching bei München, Sonnenrot Festival (D)
30.07 Würzburg (D)
31.07 Feldkirch, Poolbar Festival (A)
06.08 Freising, Prima leben und Stereo Festival (D)
07.08 Gmünd, Palaverama Festival (A)
13.08 Hamburg, Dockville Festival (D)
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