Alternative/Rock

SOAP & SKIN  LOVETUNE FOR VACUUM

© Couch Records/PIAS

So jung, so talentiert, so verzweifelt: Anja Plaschg alias Soap & Skin bringt auf ihrem Debütalbum „Lovetune For Vacuum" romantischen Weltschmerz neu in Form. Plaschg braucht nicht viel mehr als ein E-Piano und ihre Stimme, um zu Soap & Skin zu werden und mit ein wenig Prozessorknistern oder digitalem Orgelgebläse die dunkelsten Seiten der Romantik zu beschwören, den kreativen Rausch des Symbolismus. 

Noch vor ihrem 19. Geburtstag veröffentlicht Plaschg ihr Debütalbum „Lovetune For Vacuum“. Ein entscheidender Augenblick – in dem sich aber kaum etwas umdrehen wird. Es wird nur ein weiteres Klischee bestätigt, das seit mittlerweile zweieinhalb Jahren, seit der Veröffentlichung des ersten Soap & Skin-Stücks gebetsmühlenhaft wiederholt wird: Die Popmusik hat eine neue Diva. (Arno Raffeiner/TBA)

www.soapandskin.com


Jazz/World/Blues kCnX9u74BkM VIDEO

DIE STROTTERN & JAZZWERKSTATT WIEN  ELEGANT

© Peter Mayer

Wien ist auch Jazzmetropole. Immer gewesen und angesichts der Fülle an hochklassigen jungen MusikerInnen auf Jahrzehnte hinaus garantiert. In der JazzWerkstatt Wien, die mittlerweile weltweit für Aufsehen sorgt und Nachahmer findet, manifestiert sich diese junge Szene. Das Wienerlied-Duo Die Strottern werden gemeinsam mit einem achtköpfigen Ensemble zur Bigband. Neue Wiener Texte werden zu Songs und Klangcollagen verarbeitet, die an die Aufnahmen von Kurt Sowinetz und Helmut Qualtinger in den 70er Jahren und die vielen Jazzausflüge Ernst Jandls anschließen.

www.diestrottern.at


Pop Zt4gq2WMbRA VIDEO

COSHIVA  BUTTERFLY

© Andreas Waldschütz

Coshiva beschenkt die Österreicher mit ungezwungener, leichtfüßiger internationaler Popmusik. Die Singer/Songwriterin aus dem pitoresken Städtchen Salzburg pflanzte mit ihrem Album „Butterfly“ ein Blümchen in die Pop-Wüste der Alpenrepublik. Fans und Medien wussten es ihr zu danken und hoben sie alsbald in die Hörercharts der größten heimischen Sender. Mit der Single „Butterfly“ war dann auch der vergangene Sommer trotz EM gerettet.

Dass diese Selfmade-Frau authentisch ist, kann man hören. Das belegt nicht nur ein Eintrag im Österreichischen Olymp der Popmusik, den Singlecharts von Ö3, einem Sender, der für seine explizit internationale Hit-Auswahl berüchtigt ist. Live ist diese Freude ebenso zu spüren, wenn Coshiva mit Klavier und Gitarre ihre Hymnen alleine selbst begleitet oder zusammen mit ihrer Band einen unschlagbaren Groove aufbaut, der buchstäblich alle mitreisst, egal ob im Jazzclub, auf der Festivalbühne oder mit Kollegen wie den Sugarbabes. Mehr Konzerte, mehr Fans, mehr Singles, 2009 ist die Zeit gekommen Coshiva nach Europa zu tragen. Den Newcomer Award 2009 im Gepäck, schwindelig von der Rotation im Radio und ausgestattet mit wunderschönen Videos darf man die charismatische Stimme bald weltweit hören.

www.coshiva.com


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HERBSTROCK  DIE BESSERE HäLFTE

© Sony Music

Für ihren Erstling „Ende:Gut“ wurden Herbstrock im vergangenen Jahr mit dem Amadeus geadelt – nun liefern Anna Müller, Mathias Dajeff, Paul Wallner und Sebastian Vogt ihr zweites Album „Die bessere Hälfte“. Darauf geben sie sich so charmant wie eh und je, aber niedlich war gestern. Herbstrock haben Lust zu tanzen und liefern gleich den passenden Soundtrack dazu – kurz, ein treibendes, groovendes Stück Musik, wie man es, gerade aus Österreich, lange nicht gehört hat.

Es klingt, als wären Herbstrock nach dem letzten Album vom Proberaum direkt durch die Clubs gezogen, hätten dort die Nacht durchgetanzt, an der Bar über elektronische Musik diskutiert und sich danach am Würstlstand über die Liebe und das Leben unterhalten. Dann haben Herbstrock zwölf Songs geschrieben – tanzbare Clubtracks, verquere Elektroballaden und mächtige Rockhymnen. 

www.herbstrock.at


Volkstümliche Musik

ANDREAS GABALIER  DA KOMM ICH HER

© Koch Universal Music

212 Jahre ist es nun her, als am 4. Mai 1797 der Waffenstillstand von Leoben ausgerufen wurde und die Besatzungstruppen Napoleons die Steiermark wieder verließen. Einer aus der Armee des kleinen Korsen hatte aber den Heimweg offenbar nicht angetreten. Der blieb da und dieser Monsieur Gabalier setzte weitere kleine Gabaliers in die Welt und einer von ihnen, studiert heute in Graz Jus: Andreas Gabalier, ein 24 Jahre junger, heimatverbundener Skorpion.

Andreas kennt die Berge der Steiermark (und andere Gipfel Österreichs) als aktiver Alpinkletterer der nicht nur die Brotzeit sondern auch nicht selten sein Instrument mit rauf auf den Berg schleppt. „Das schönste ist, wenn du nach einem Aufstieg bei der Hütte angekommen bist, die Knopfharmonika rausholst und drauf spielst“, sagt er. Eigene Lieder sind es zumeist. Die musikalischen Wurzeln finden sich in der Volksmusik, der Drang sich mit anderen Genres zu verbinden ist sympathisch und hat seinen Reiz. Spielerisch bewegt er sich in seiner Musik. Verbindet Tradition mit Modernem.

www.andreas-gabalier.at