FATIMA SPAR & THE FREEDOM FRIES  

© Sergius Nolle

Das Album „Trust“ wurde diesen Mai im renommierten Hazelwood Studio in Frankfurt a. Main aufgenommen und ist nach drei Jahren ausgiebigen Tourens das zweite Album der Band. Längst hat die seit 2004 bestehende Band um Frontfrau Fatima Spar ihren eigenen Sound gefunden und bewegt sich selbstsicher und stilbewusst im weiten Feld zwischen Tradition und Moderne. Ohne dabei gängigen Moden zu erliegen, oder die eigenen Ecken und Kanten dem Markt zu opfern, haben es Fatima Spar und die Freedom Fries instinktiv und von der Bühne aus geschafft, ihren Platz zwischen Alternative, World und Jazz zu finden. 

www.fatimaspar.com


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DIE STROTTERN  

© Peter Mayer

„Auf einmal tritt zu der Dreifaltigkeit Stimmen-Geige-Gitarre ein Fender Rhodes. Auf einmal gibts da ein Lied mit Harmonium und eine leicht angeschmutzte Gitarre. Herrlich, wenn man merkt, wie's weh tut. Zum Beispiel, wenn eine Überstimme mit scheinbar letzter Kraft über die Melodie gepresst wird. Vor allem: Hier geht's ums Erzählen - mit Ruhe und Bedacht und trotzdem immer mit Tempo, mit Zug, nichts klebt, alles fließt, geht so dahin, dass mir gar nicht auffällt, wie es mich rührt. Um noch ein Schäuferl draufzulegen: Ohne, dass ich es merke, hat sich eine Träne gelöst und rinnt die Wange hinab.“ (Albert Hosp/ORF Ö1, November 2008)

www.diestrottern.at


WOLFGANG PUSCHNIG  

© Universal Music

„Ornette Coleman? Das ist ein netter Bursche, weißt du, aber was er spielt, das ist kein Jazz. Das ist Folkmusic.“ Derart unverständig äußerte sich Lou Donaldson über das Phänomen Coleman. Der legendäre Saxofonist stilistisch zwischen Charlie-Parker-Bebop-Schule und funky Soul-Jazz changierend, ist bekannt für seine kontroversiellen Statements. Laut Donaldson gibt es ja auch keine Improvisation im Jazz, alles wäre nur vorgeübter Fake. Für den österreichischen Paradesaxofonisten Wolfgang Puschnig stellt sich die Akte Coleman gänzlich anders dar.

Nicht nur spielt er schon seit vielen Jahren mit dem famosen Bassisten Jamaaladeen Tacuma, einem langjährigen Sideman Colemans, sondern ist selbst längst ein alter Meister auf dem fruchtbaren Feld des wilden Extemporierens. Zudem interpretiert Puschnig auf seinem neuen Opus, der Fortsetzung seines vitalen „Alpine Aspects“-Projekts vier Stücke Colemans.

www.puschnig.com


WOLFGANG MUTHSPIEL  

© Material Records

Der 1965 geborene Gitarrist Wolfgang Muthspiel lebt in Wien und gilt als einer der wesentlichen Gitarristen unserer Zeit. Seine Arbeit als Bandleader und Co-Leader ist auf 30 CDs dokumentiert, für die er den Großteil der Stücke komponierte. Als klassisch ausgebildeter Musiker hat er zur akustischen Gitarre denselben direkten Zugang wie zur Welt der Improvisation und des Jazz.

Nach der Europatour mit seinem neuen 4tet (2008) und dem Duo-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Drummer Brian Blade (2008) widmet sich Wolfgang Muthspiel dem Master Guitar Trio „MGT“ (Muthspiel – Grigoryan – Towner), welches nach der Australientour 2008 im März und Oktober / November 2009 erstmals in Europa zu hören ist. Weiters komponiert er für verschiedene Ensembles, im heurigen Haydn-Jahr etwa auch ein Auftragswerk für die Stiftung Esterházy und produziert Einspielungen junger Musiker und leitet die Gitarrenklasse der Musikhochschule Basel.

www.materialrecords.com


ERNST MOLDEN  

© Andy Urban

Mitten in der Heurigengegend, der natürlichen Wiege des wehmütig süßlichen Wienerlieds, auf jenem Anstieg zum Kahlenberg, der den gemütlichen Namen „Eiserne Hand“ trägt, „dort, wo der Mond überm Elektromasten steht“, liegt die Heimat zweier missbrauchter Geschwister. Seit sie ihren Peiniger, den bösen Onkel, selbst gerichtet haben, leben sie dort in den Bäumen. Willkommen im Wien des Ernst Molden, wo hinter der täuschenden Leichtigkeit eines von seiner schürfenden E-Gitarre aufgerauten, beschwingten Beats verlässlich die schwärzeste Story lauert.

Moldens Album trägt den kühnen Titel „Wien“, der das große Konzept eines Stadtporträts suggeriert – eine falsche Spur, entsprang dieses Album doch vielmehr als ungeplante Wucherung der rastlosen Imagination des Vielschreibers Molden. Zunächst ging es bloß um eine EP etwas älterer, zu Unrecht übersehener Lieder wie „Wiesenliegen“, „Nach dem Regen” oder das subtile Selbstmorddrama „Hotel”, aber dann folgten noch weitere Sessions mit Kittner, Stanzel, Wirth und Backing-Vokalistin Sibylle Kefer, sowie Gästen Alex Meissl (Bass), Rainer Krispel (Stimme) und meiner Wenigkeit (Gitarre) in Daniel Grailachs “Tonkombüse” genanntem Heimstudio.  (Robert Rotifer, Jänner 2008, gekürzt)

www.ernstmolden.at