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SAINT LU  

© Warner Music

Die Debütplatte von Saint Lu ist eine der freudigsten Überraschungen der heimischen Musikszene. Mit dem grundehrlichen Bekenntnis zum handgemachten Rock und Blues der 70er-Jahre plus einer sehr starken, dem gewachsenen Stimme kann das Album überzeugen. Dabei hätte alles schon viel früher passieren können: Schon 2003 schaffte es die gebürtige Oberösterreicherin Luise Gruber in die dritte Finalrunde der zweiten Staffel der Castingshow Starmania. Damals verlautbarte sie bei ihrem Ausscheiden: „Ich bleibe im Musikgeschäft und will meinen Weg auch ohne Starmania gehen.“ Für den überzeugenden Erstling brauchte es dann sechs Jahre. Überhaupt zeigt sich die mittlerweile 27-Jährige rundum gestärkt. Um ihren Traum umzusetzen, wechselte sie extra nach Berlin und arbeitete mit dem erfolgreichen Produzenten Patrik Majer von „Wir sind Helden“ und anerkannten Musikern an der Umsetzung ihres Sounds. Auf erfrischende Weise bringt sie modern und leidenschaftlich ihren kraftvollen und rauen Gesang zur Geltung. Led Zeppelin, Big Mama Thornton, Janis Joplin, die frühe Tina Turner oder Jimi Hendrix standen hier als Vorbilder zur Seite. „Zum ersten Mal ist alles genau so, wie ich es haben möchte. Jeder Ton, jedes Wort, alles ist so, wie ich es mir vorstelle. Ich musste keine Kompromisse eingehen,“ spricht eine freudestrahlende Luise Gruber. Und wir warten jetzt schon gerne auf ein starkes zweites Werk.

www.saintlu.com


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EVA K. ANDERSON  

© Jürgen Hammerschmid

Ihren bisher größten Erfolg feierte Eva K. Anderson als Songwriterin mit dem Nummer-eins-Hit „Ich lebe“, gesungen von Christina Stürmer, wofür sie in Österreich und Deutschland als Co-Writerin zahlreiche Platin- und Goldauszeichnungen erhielt. Mittlerweile kann sie auf eine Vielzahl von Arbeiten für verschiedene KünstlerInnen im In- und Ausland verweisen. Ihre Karriere als Singer/Songwriterin steht jedoch im Vordergrund: „A Sound of Silence“ ist die zweite Single der Märchenerzählerin Eva K. Anderson. Der Song erzählt eine wahre Begebenheit die Eva in Griechenland erleben durfte. In einem kurzen Moment, beim Blick in die Augen einer alten Bauersfrau wurde Eva bewusst, wie sehr sich Seelen ohne ein Wort zu sprechen verbinden können.

www.eva-k-anderson.com


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ANNA F.  

© Moerder Music

Die steirische Sängerin und Musikerin Anna Wappel hat sich selbst erfunden. Ohne Plattenfirma hat sie sich in die Charts katapultiert. Sie war auch diejenige, die Lenny Kravitz für sein Konzert-Vorprogramm engagiert hat. Ansonsten kennt man die hübsche 25-jährige vor allem aus Werbespots. Anna F. finanziert sich ihr Leben durch Sponsoren für die sie ab und zu wirbt. Obwohl sie genau dafür Kritik aus der heimischen Musikszene erntete spricht sie selbst von einer musikalischen Unabhängigkeit, die ihr durch die Sponsoren garantiert sei.

Für ihre erste Single „Time Stands Still“ erhielt sie bereits letztes Jahr den Amadeus Award, dieses Jahr ist sie wieder nominiert. Jetzt versucht sie auch international Fuß zu fassen. In Deutschland wird ihr Album „For Real“ im Herbst veröffentlicht, Startschuss ist dabei die Single „I Don’t Like You“, die sie mit Ewald Pfleger, Mastermind der Band Opus geschrieben hat.

www.annaf.com


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VIOLETTA PARISINI  

© Verena Soltiz

Violetta Parisinis Debütalbum „Giving You My Heart To Mend“ ist so hell und herzlich ausgefallen, dass auch der viele Regen des Frühlings 2010 dagegen nichts anhaben konnte. Die lebendige Ausstrahlung von Violetta Parisini passt perfekt zu ihren Songs: Schimmernder Pop und strahlender Soul glänzen von ihrem Debüt. Dennoch steht der lebensbejahende, eingängige Sound beinahe im Kontrast zu Parisinis musikalischen Wurzeln, wozu Radiohead, Jeff Buckley, Portishead und Techno zählen. Ein guter Beweis für gelebte Vielfalt.


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FALCO *  

© Rainer Hosch

Falco ist noch immer der Monolith mit den Superlativa in der österreichischen Popgeschichte. Aus dem gewitzten Hans Hölzel formte er eine facettenreiche Kunstfigur mit bahnbrechender Wirkung. So war er der erste erfolgreiche weiße Rapper und schaffte es mit „Rock Me Amadeus“ als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts. Bis zu seinem Ableben anno 1998 verkaufte er über 60 Millionen Platten. Unerwartet gab es 2009 mit „The Spirit Never Dies“ einen starken Nachschlag. Die durch Zufall wieder gefunden Masterbänder aus dem Jahr 1987 wurden liebevoll in das digitale Zeitalter gerettet. Was damals als zu schwach bewertet wurde und damit in der Schublade landete, klingt heute im Vergleich zu anderen Werken der späten Phase durchaus akzeptabel. Diese Erfolge stammen von einem eigenwilligen Wiener Bassisten, der im Underground bei Bands wie der Hallucination Company  oder Drahdiwaberl gerlernt hatte, zeitlebens seine Verbundenheit zu seinen Wurzeln demonstrierte. So sehr der „Falke“ mit Stimmungsschwankungen und wankelmütigen Aktionen seine Karriere immer wieder ins Wanken brachte, die Kraft des musikalischen Erbes steht ungebrochen in der vordersten Reihe Österreichischer Qualitäts-Arbeit eines besonderen Ausnahme-Könners.

www.falco.at

* = Fixnominierung laut Ö3 AUSTRIA TOP 40